Platz 1 in der grünen Hölle
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Platz 1 in der grünen Hölle

May 07 Adrian  

Beim 24h-Rennen auf der Nordschleife ist es unseren Simracern gelungen, den ersten Platz zu belegen! Gemeinsam mit Vincent Jarschel haben wir über den grandiosen Erfolg gesprochen.

Das 24h-Rennen, das vom Virtual Racing e.V. organisiert wird, hätte für Florian Hasse, Luca Schmidt, Leon Otocki und Lucas Hirtz nicht besser laufen können. Vincent Jarschel begleitete die Jungs als Stratege und Ingenieur durch das Rennen.

“Die Nürburgring-Nordschleife kann man durchaus als eine der schwersten Rennstrecken überhaupt bezeichnen.”

– ESG Simracer Vincent Jarschel über das Rennen

Das Rennen, das am Sonntag zu Ende ging, war das zweite Saisonrennen – insgesamt werden drei 24h-Rennen und drei 12h-Rennen gefahren. In der Simulation Assetto Corsa mussten sich unsere Fahrer 24 Stunden lang im Auto beweisen: Nach etwa zwei bis drei Stints, also einem Fahrabschnitt zwischen zwei Boxenstopps, wechselte jeweils der Fahrer. Auf dem Server werden die Runden so stets weitergezählt und mehrere Fahrer können im gleichen Auto fahren.

Qualifying am Freitag

“Wir hatten uns für das Qualifying am vergangenen Freitag gute Chancen ausgerechnet. Wir waren uns sicher, dass wir eine gute Platzierung erreichen können, sodass unser Ziel auch die Poleposition war. Leider hat das am Ende nicht ganz geklappt. Leon erreichte nur P4. Dennoch waren wir sehr zuversichtlich, dass wir im Rennen gut abschneiden werden!”

Das Rennen

Der Anfang des Rennens war bereits sehr turbulent: Durch eine Kollision und eine damit einhergehende Kettenreaktion sind die Fahrer auf P1 und P2 deutlich zurückgefallen, sodass sich Florian Hasse von P4 auf P3 vorkämpfen konnte. Innerhalb der nächsten Runden gelang es Florian dann sogar, die Führung zu übernehmen. Als Leon den Wagen übernahm, meldete er nach wenigen Minuten einen Einschlag. Der Wagen wurde stark beschädigt und ein zusätzlicher Boxenstopp war zwingend notwendig. Durch den zusätzlichen Boxenstopp gerieten unsere Fahrer in einen 30-sekündigen Rückstand, allerdings gelang es ihnen auch relativ zügig, diesen wieder wettzumachen.

Nachdem sich Luca Schmidt wacker geschlagen hatte, übernahm Lucas Hirtz das Auto. Im ersten Stint hatte Lucas Hirtz Probleme mit dem Verkehr: “Die Strecke zwingt dich an manchen Passagen, hinter deinem Vordermann zu bleiben. Du kannst dich auch nicht eben vorbeipressen, weil es keine asphaltierten Auslaufzonen gibt, sondern Gras und Mauer nah entlang der Strecke verlaufen. Das macht die Strecke so speziell.”

Die Nacht

“In der Nacht lief dann eigentlich alles gut. Einer unserer Hauptkonkurrenten hatte gegen Ende der Runde einen Disconnect und wurde dadurch jeglicher Siegeschance beraubt. Das fanden wir etwas schade, denn wir wollten uns durch reine Pace und nicht durch technisches Pech unserer Gegner durchsetzen.”

Unsere Fahrer haben das Rennen gegen Ende hin sehr kontrolliert und überlegen gewonnen: Mit einem Vorsprung von drei Minuten gelang es unseren Jungs, ein hervorragendes Ergebnis auf dieser anspruchsvollen Rennstrecke zu erzielen.

Unser zweites Team rund um André Santos, Daniel Frommelt, Daniel Weber und Marko Pejic hatte von Beginn an mit Problemen zu kämpfen. In der Nacht lief es dann deutlich besser – insbesondere André und Marko sind sehr gute Rundenzeiten gefahren.

“Unser zweites Team hat einen sehr guten Kampfgeist gezeigt, nicht aufgegeben und sich trotz der Widrigkeiten auf Platz 10 gekämpft.”