Im Leben eines CEOs
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Im Leben eines CEOs

Jul 30 Adrian  

CEO – Chief Executive Officer – Eine vielversprechende Bezeichnung. Aber: Was sind eigentlich die Aufgabengebiete eines CEOs und wie wird man überhaupt CEO?

Zusammen mit Stefan Rothaug haben wir über die Aufgabengebiete und Schwierigkeiten gesprochen, mit denen man als CEO von EURONICS Gaming tagtäglich zu tun hat.

Welche Aufgabenbereiche deckt ein CEO eigentlich ab?

“Am wichtigsten ist, dass alles in einem Projekt ‘läuft’. D.h., man muss sich als CEO darum kümmern, dass sich das Projekt weiterentwickelt. Die Etablierung in der Szene ist auch sehr wichtig, denn gerade eine gute Pressearbeit ist die Voraussetzung dafür, Negativschlagzeilen zu vermeiden. Man hat also im Prinzip dafür Sorge zu tragen, dass das gesamte Projekt nach außen hin einen guten Eindruck macht.

Je nach Projekt gehört auch die Personalführung zu den Aufgaben eines CEOs. Man muss seine Mitglieder führen, den gesamten Mitarbeiterstab verwalten und auch die richtige Kommunikation mit den Teammanagern bzw. Teams aufrechterhalten. Sozusagen ist man das Bindeglied zwischen den einzelnen Mitarbeitern und Mitgliedern. Man koordiniert die Zusammenarbeit und Aufgabenbereiche der anderen.

Auch im Bereich der Finanzen hat ein CEO Aufgaben zu bewältigen. Bei ESG kümmere ich mich z.B. um das gesamte Finanzwesen. Natürlich gibt es bei anderen Projekten entsprechende Mitarbeiter für diese Bereiche, bei EURONICS Gaming handhaben wir das aber so.

Wichtig ist es auch immer, die moderne und nachhaltige Entwicklung des Projekts ins Auge zu fassen. Dabei spielt der Social-Media-Auftritt eine ganz große Rolle, aber auch die Homepage sollte nicht in der Zeit hinterherhinken.”

Wie bist Du eigentlich CEO von EURONICS Gaming geworden?

“Das ist eigentlich eine längere Geschichte. Um es kurzzufassen: Damals war ich bei PENTA mit dabei und bin nach ca. sechs Monaten ausgestiegen, weil ich eine andere Philosophie hatte, was die Führung eines Esport-Projekts anbelangt. Zusammen mit Kevin habe ich danach dann EURONICS Gaming aufgebaut.”

Gehört da ein Stück weit auch Mut und Risiko dazu?

“Um mal aus meiner Perspektive zu sprechen: Ja, auf jeden Fall, wenn man es als Vollzeitberuf machen möchte. Wir haben ESG 2014 gegründet und erst einmal ein Jahr auf Probe geschaut, wie das ganze Projekt sich entwickelt. 2015 haben wir dann beide unsere Jobs aufgegeben und uns voll und ganz dem Projekt gewidmet. Natürlich ist da etwas Risiko dabei, aber ich denke, dass man genau dies braucht, um voll dahinterstehen zu können und voranzukommen. Andernfalls würde sich ein Projekt auf lange Sicht nur träge entwickeln.”

Wie klappt das im Doppelpack mit Kevin Westphal?

“Wir gehen arbeitsteilig vor. Ich kümmere mich z.B. um die Buchhaltung, um Sponsoren und das Marketing, während Kevin sich eher auf den LoL-Bereich fokussiert und Community- sowie Social-Media-Arbeit leistet. Natürlich läuft auch bei uns nicht immer alles rund, aber wir haben es bislang doch immer geschafft, auf einen Nenner zu kommen.”

Ist der Posten eines CEOs mit hohem Druck verbunden, oder ist es eher ein entspannter Job?

“Teils teils. Es ist ein harter Beruf, weil man sich immer wieder aufs Neue überlegen muss, wie man das Projekt am besten vorantreibt. Dennoch ist es ein Traumberuf für mich, weil ich mein Hobby zum Beruf machen konnte. Druck ist immer dabei, denn einen wirklichen Feierabend gibt es nicht. Der Arbeitstag endet für mich nicht um 17 Uhr, sondern manchmal sind die Spiele eben erst abends, sodass man dann noch ein Posting machen muss.

Was gefällt dir am besten an dem Posten?

“Man kann sich die Arbeitszeit relativ frei einteilen und man ist wenig gebunden, es sei denn, es gibt feste Termine oder Meetings. Außerdem kann ich als CEO meine eigenen Ideen verwirklichen, meine Vision umsetzen und eigene Konzepte kreativ entfalten.”