Kris – Gleisbaumeister und Team-Manager
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Kris – Gleisbaumeister und Team-Manager

Aug 25 Adrian  

Weiter geht es in der ESG-Vorstellungsserie: Heute lernt ihr unseren Team-Manager Kris näher kennen!

Stell dich kurz vor.

Moin Moin! Mein Name ist Kristopher, bin 32 Jahre jung und ich komme aus Hamburg. Aktuell mache ich in Berlin meine Meisterschule zum geprüften Gleisbaumeister und im Anschluss werde ich für ein Ingenieurbüro vor den Toren von Hamburg als Bauüberwacher tätig sein.

Führe uns etwas durch deine Etappen im E-Sport.

Zocken war schon immer eine große Leidenschaft von mir. Angefangen hat alles 1998 mit dem damaligen FIFA-Teil. FIFA war und ist auch das Spiel, was mich am meisten geprägt hat und welches ich auch bis heute noch spiele. 2016 bin ich durch FIFA auch das erste Mal mit dem Thema „E-Sport“ in Kontakt gekommen. Nach einigen ESL Turnieren bin ich damals durch einen Bekannten mit RISKIT Gaming ins Gespräch gekommen und habe für diese Organisation ein paar Monate gespielt, bevor ich mit einem privaten Freund „Heatwave Esports“ ins Leben gerufen habe. Nach ca. 1,5 Jahren haben wir von Heatwave Esports uns mit Team ZODIACS und den Playing Ducks zusammengetan. Nach einer Saison bin ich aus privaten Gründen bei den Playing Ducks ausgestiegen und nach einer kurzen Pause zu Euronics Gaming gekommen.

Wieso hat es mit Heatwave Esports am Ende nicht geklappt?

Heatwave Esports wurde Ende 2017 von einem guten Freund und mir mit dem Ziel gegründet, uns in der deutschen Szene in CSGO und PUBG zu etablieren. Das Projekt hat sehr gut angefangen und großen Spaß gebracht. Wir konnten innerhalb der 1,5 Jahre, in denen wir aktiv waren, einige großartige Erfolge und Ergebnisse einfahren (ESL Meisterschaft PUBG Platz 6 & 8 / 99 Damage Div. 2, usw.). Leider war ich schnell auf mich allein gestellt, da die Motivation meines Partners sukzessive abnahm und er sich auch nicht mehr so wirklich an Absprachen gehalten hatte. Letztendlich habe ich irgendwann für mich entschieden, dass ich das Projekt allein nicht stemmen kann. Durch einen Zufall bin ich damals mit Thomas in Kontakt gekommen, der in der Szene als „Freshi“ bekannt ist. Er leitete damals Team ZODIACS und wir hatten über eine mögliche Fusionierung gesprochen, welche dann später mit den Playing Ducks stattgefunden hat.

 Wie bist du dann zu ESG gekommen und welche Chance hast du darin gesehen?

Ursprünglich wollte ich aufgrund meiner Meisterschule eine kleine Auszeit im E-Sport machen und mich voll auf die Ausbildung konzentrieren. Eines Tages kam Adrian (Social Media Manager bei ESG) auf mich zu. Adrian kannte ich noch aus der Zeit bei den Playing Ducks und wir hatten dort schon ein freundschaftliches Verhältnis zueinander. Er hatte mir viel von ESG erzählt und mir durchweg positive Dinge über die Organisation berichtet. Wir haben dann in mehreren Gesprächen mit Stefan (CEO) über eine Möglichkeit, bei ESG einzusteigen, gesprochen. Letztendlich haben wir einen möglichen Arbeitsbereich für mich ausgelotet und gemeinsam beschlossen, dass ich mich vorerst um den Community- und Influencer-Bereich kümmern werde. Nach einiger Zeit wollten wir dann schauen, ob die Chemie zwischen uns passt und wir die Zusammenarbeit ausbauen können. Für mich haben die Gespräche sowohl mit Stefan und Adrian einfach gepasst – menschlich und von der Philosophie. Euronics Gaming ist eine der besten und erfolgreichsten Adressen in Deutschland, welche tolle und außergewöhnliche Möglichkeiten sowohl für uns als Mitarbeiter als auch für Teams, Spieler und Streamer bietet.

Wie sieht deine Arbeit bei ESG genau aus? Bist du zufrieden?

Am Anfang habe ich mich überwiegend um den Bereich des Community- & Influencer-Managements gekümmert. Meine erste Amtshandlung war im Prinzip die Verpflichtung eines FIFA-Content-Creator, da wir die FIFA-Abteilung wieder aufleben lassen wollten. Dort haben wir mit JonnyBonjorno einen großartigen Charakter für uns gewinnen können und ich bin heute noch sehr glücklich darüber, dass wir uns damals auf eine Zusammenarbeit verständigt haben.

Mittlerweile kümmere ich mich auch zusätzlich noch um das DOTA und Clash of Clans Team. Dort bin ich als Team-Manager eher im organisatorischen Bereich unterwegs.

Der Schritt zu ESG war auf jeden Fall der richtige! Wir haben ein richtig geiles Team hinter den Kulissen und mächtig viel Spaß gemeinsam. Ich fühle mich pudelwohl!

Ist der Job eines Team-Managers nicht ein undankbarer Posten? Wie würdest du die Rolle in einem Satz beschreiben und worin liegt der Unterschied zum Coach?

Ich finde, dass der Job alles andere als undankbar ist – im Gegenteil: Unsere Jungs wissen die Arbeit zu schätzen und geben einem auch das positive Feedback zurück. Als Team-Manager bist du so ein bisschen die eierlegene Wollmilchsau. Organisator, Motivator, Kummerkasten und das Sprachrohr der Teams gegenüber der Organisation und den Ligen. Wichtig ist, dass man für die Jungs da ist, in guten wie in schlechten Zeiten, und ihnen so viel wie möglich an organisatorischer Arbeit abnimmt, damit sie ihren Fokus auf das Training und die Spiele legen können. Das ist auch der in meinen Augen größte Unterschied gegenüber einem Coach. Der Coach soll die Jungs im Spiel verbessern. Der Team-Manager schafft hingegen mehr freie Zeiten für das Team, sodass die Spieler sich gezielt verbessern können.

Du hast sowohl das CoC als auch das Dota-Team rekrutiert: Bist du stolz darauf, diese Spiele bei ESG etabliert zu haben?

Ja, das kann man so sagen. Ich bin schon sehr stolz, dass ich die Teams hier etablieren konnte, aber ich bin auch sehr dankbar, diese Chance von Stefan und Kevin bekommen zu haben. Teams neu zu integrieren ist ein unfassbar spannender Prozess und man fiebert in jedem Spiel noch ein paar Prozent mehr mit als bei den anderen Teams. Natürlich hat man aber auch einen gewissen Druck gegenüber der Organisation, weil letztendlich bist du dafür verantwortlich, wenn es nicht funktioniert.

Wir hatten sowohl mit Dota als auch mit CoC eine nicht ganz so erfolgreiche Saison. Die Dota Jungs haben allerdings nur ein einziges Spiel 0:2 abgegeben – das kostete sie am Ende die Teilnahme an den Playoffs. Das CoC Team hat sich durch die Relegation in der ESL Meisterschaft gerade noch so vor dem Abstieg gerettet. Auf internationaler Ebene haben die Jungs aber eine überragende Leistung gezeigt: In der Weltmeisterschaftsqualifikation schafften sie es bis ins Halbfinale.

Beide Teams haben jeweils schon in Ansätzen gezeigt, was sie können und warum wir sie auch verpflichtet haben. Gleichzeitig hatten beide Teams aber auch schon Phasen durchlebt, die nicht so gut waren. Es war für beide Teams die erste Saison und auch das erste Mal, dass sie für eine Organisation gespielt haben. Vorwürfe mache ich den Jungs nicht. Der sportliche Erfolg zählt natürlich auch, aber uns ist es darüber hinaus ganz wichtig, dass die Spieler menschlich zu uns passen. Hier haben wir wirklich tolle Menschen für unsere Organisation gewinnen können. Ich bin mir sicher, dass der sportliche Erfolg sich bei beiden in der kommenden Saison einstellen wird.

Was macht die E-Sport-Szene für dich so attraktiv und was stört dich?

Die E-Sport-Szene ist erst am Anfang, bietet aber jetzt schon großartige Möglichkeiten. Der E-Sport bietet gerade jungen Menschen eine Möglichkeit, erste Erfahrung für das spätere Berufsleben zu sammeln. Viele Organisationen suchen beispielsweise Hilfe im Social Media Bereich, im Grafik-Bereich oder auch im Bereich vom Team-Management. Alles Tätigkeitsfelder, die einem später sicherlich weiterhelfen können und aus denen man reichlich Erfahrung für das weitere Leben schöpfen kann. Was das ganze ebenfalls attraktiv macht, ist der Kontakt zu vielen interessanten Menschen. Man kann sich selbst ein sehr gutes Netzwerk aufbauen.

Was mich stört, ist die Darstellung in der Öffentlichkeit und in den Medien, wo der E-Sport oder Computerspiele allgemein als Grund für schreckliche Geschehnisse in der Welt genannt werden. Da muss sich dringend etwas ändern. Ansonsten ist mir der Umgang untereinander teilweise ein großer Dorn im Auge. Wie teilweise miteinander umgegangen wird, wie Missgunst und Neid die Szene teilweise zerfressen, ist einfach nur traurig und unnötig mit anzusehen. Ich würde mir wünschen, dass gerade die Spieler untereinander ihr eigenes Ego zurückstellen, um gemeinsam mehr zu erreichen, statt alle paar Wochen ihre Teams zu wechseln, nur weil irgendwas gerade mal nicht gepasst hat.

Was machst du neben dem Zocken noch gerne in deiner Freizeit?

Neben dem Zocken und den Tätigkeiten bei ESG bin ich ein stinknormaler Typ. Ich spiele aktuell noch in der AH Fußball und wenn das Wetter es zulässt, setze ich mich auf mein Rennrad und drehe eine größere Runde, um abzuschalten. Ansonsten verbringe ich meine Freizeit mit meiner Freundin und meinen Freunden.

Was wünscht du dir für die Zukunft und wie geht es in den nächsten Monaten bei ESG weiter?

In erster Linie hoffe ich, dass wir die aktuelle Corona-Pandemie zeitnah in den Griff bekommen und das Leben langsam mal wieder in normale Bahnen gelenkt werden kann. Für mich persönlich hoffe ich, dass es einfach so weiter geht –  privat wie beruflich. Mit Blick auf Euronics Gaming wünsche ich mir, dass wir weiterhin so eine tolle und erfolgreiche Zeit haben und dass wir den einen oder anderen Erfolg feiern werden mit den Teams.