Locker, spontan, P9.
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Locker, spontan, P9.

Sep 03 Adrian  

Weiter geht’s in der ESG-Vorstellungsreihe. Heute stellen wir euch unseren Designer Philip Weese vor!

Stell dich kurz vor!

Ich bin Philip Weese, 23 Jahre alt und komme aus der Nähe von Ulm. Ich bin der Designer von Euronics Gaming.

Welche Etappen hast du vor ESG bereits durchlaufen?

Da ich einige Zeit selbst als Spieler in Call of Duty unterwegs war, ergab sich damals ein Kontakt zu Vertex. Über Umwege bin ich letztendlich dort als Designer gelandet, wodurch ich mir meinen Weg in den deutschen E-Sport ebnen konnte. Nach meiner Zeit bei Vertex war ich bei Nordic als Designer aktiv und das war auch das erste Mal, dass ich Designs für andere E-Sport-Titel angefertigt habe. Zuvor habe ich eigentlich immer nur was in Call of Duty gemacht, bei Nordic kam dann das erste Mal FIFA dazu. Je nach E-Sport-Titel unterscheiden sich natürlich die designtechnischen Anforderungen und Standards, sodass ich mich da schon ein gutes Stück weiterentwickeln konnte. Nach weiteren Stationen, unter anderem bei Zoorig eSports und Prismatic, bin ich letztendlich zu ESG gekommen. Der Kontakt ergab sich über Adrian.

Wie und wann hast du mit dem Designen begonnen?

Das Ganze hat etwa vor zehn Jahren angefangen. Durch CoD und das damals sehr gehypte Thema der Trickshots bin ich auf Speedarts-Videos auf YouTube aufmerksam geworden. Die kreative Komponente hat mich ziemlich begeistert und ich fand das ganze Thema sehr interessant. Nach und nach habe ich mich weiterentwickeln können und immer wieder mal neue Dinge ausprobiert. Viele Freunde haben mich in dieser Zeit nach Designs gefragt und ich habe auch einfach mal aus Spaß Designs für Teams angefertigt. Irgendwann kam es dann zu einer Flaute. Über ein Jahr lang hatte ich keine Motivation, mich weiter dem Designen zu widmen, bevor meine Leidenschaft während meiner Zeit bei Vertex dann nochmal entfachte.

Wie sieht dein tägliches Brot bei ESG aus?

Meine Hauptaufgabe besteht darin, die Grafiken für den Social-Media-Auftritt zu erstellen und aktuell zu halten. Ich habe feste Wochenaufgaben – wie z.B. Matchgrafiken -, die regelmäßig anfallen. Daneben schaue ich immer auch selbst mal, ob beispielsweise Events anstehen. Wenn eines unserer Teams z.B. an den Playoffs teilnimmt, dann fertige ich meistens für dieses Event dann nochmal gesonderte Grafiken an. Ansonsten kümmere ich mich um die Bearbeitung der Spielerbilder oder um unser Jersey, das ich erst kürzlich neu entworfen habe.

Was war bisher dein Lieblingsmoment bei ESG?

Der geilste Moment für mich kam eigentlich mit dem Druck der neuen Jerseys. Als ich die ersten Bilder unserer Spieler in dem von mir entworfenen Jersey gesehen habe, war ich schon stolz. Daneben gibt es eigentlich viele coole Momente bei ESG, die ich schon erleben durfte: In unserer Staff-WhatsApp-Gruppe gibt es eigentlich immer etwas zu lachen und auch die spontanen Meme-Aufträge von Adrian halten mich auf Trab.

Was ist deine größte Stärke und was deine größte Schwäche?

Ich glaube, dass mir in manchen Bereichen noch die Erfahrung fehlt. So kenne ich mich im Merchandise-Bereich kaum aus und auch in puncto Webdesign fehlt es mir noch an entsprechenden Fähigkeiten.

Meine Stärke ist glaube ich meine Spontaneität. Das Jersey habe ich z.B. relativ spontan und eigeninitiativ entworfen. Darüber hinaus kommt mir meine lockere Art häufig zugute. Ich kann gut mit Kritik umgehen, nehme diese an und bin nicht etwa beleidigt, wenn ich mal kritisiert werde.

Wie sehen deine Ziele aus?

Mein größtes Ziel ist es, vom Designen meinen Lebensunterhalt finanzieren zu können. Ich glaube, dass die meisten Designer in der deutschen E-Sport-Szene dieses Ziel verfolgen.

Mit Blick auf ESG möchte ich natürlich weiterhin hier arbeiten. Das Management und generell die Leute hier sind echt angenehm, sympathisch und es ist immer unterhaltsam. Bei ESG geht man sehr humorvoll miteinander um. Ich glaube, so ist das nicht überall.

Ich habe mir selbst eine Deadline gesetzt: In ein bis anderthalb Jahren möchte ich Vollzeit vom Designen leben können, ansonsten muss ich einen alternativen Weg gehen. Ich würde dann wohl nochmal meine mittlere Reife nachholen und eine Ausbildung im Bereich Grafikdesign machen, um mich im Anschluss bei verschiedenen Firmen bewerben zu können.