Tiger: “Ich freue mich, an der Seite von Satorius, Noxiak und Co. zu spielen.”
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Tiger: “Ich freue mich, an der Seite von Satorius, Noxiak und Co. zu spielen.”

Jul 01 Adrian  

In dieser Saison haben wir unser League Of Legends Team komplett umgekrempelt und es internationalisiert. Doch wer sind die neuen Beschwörer im ESG-Dress? Heute stellen wir Euch unseren neuen ADC vor: Alan “Tiger” Roger.

Tiger, der zuvor in Teams wie ROG Esport spielte, ergänzte Ende Mai unser Lineup. Zusammen mit Noxiak spielt er nun auf der Botlane.

Hallo! Lass uns gleich starten: Wie bist Du zu EURONICS Gaming gekommen?

“Hi. Um ehrlich zu sein, war ich schon etwas überrascht, da ich nicht unbedingt “bekannt” in der Szene bin. Dazu muss man sagen, dass dies auch erst mein zweites Jahr ist, in dem ich professionell spiele. Ich war zwar auf der Suche nach einem Team und hatte auch Angebote, dennoch hätte ich nicht gedacht, dass EURONICS Interesse hätte. Folglich kann man schon sagen, dass der Wechsel für mich persönlich überraschend war, aber was soll’s: Hier bin ich und ich freue mich, an der Seite von Satorius, Noxiak und Co. zu spielen.”

Wo liegen die Unterschiede zu Deinen vorherigen Teams?

“Einen wirklich großen Unterschied gibt es nicht – natürlich läuft bei ESG auch alles auf professioneller Ebene ab. Wenn ich das jetzige Lineup mit meinem Team bei ROG vergleiche, dann liegt der einzige Unterschied wohl darin, dass wir uns bei ROG auch persönlich nahestanden. Hier bei ESG verstehen wir uns auch, aber der Hauptfokus liegt natürlich auf dem Spiel.”

Wieso hast Du dich dafür entschieden, als ADC zu spielen?

“Fangen wir ganz vorne an: Ich habe mit League am Ende von Season 3 angefangen und primär auf der Toplane gespielt. Durch Zufall bin ich dann irgendwann im Worlds Stream gelandet – 2014 oder 2015 war das. Wie jeder weiß, haben ADCs damals übertrieben gecarried und als ich das gesehen habe, wollte ich unbedingt auch so spielen. Über die Jahre hinweg hat sich das Spiel natürlich nochmal gewandelt und die ADCs sind nicht mehr ganz so broken wie früher. Um es anders zu sagen: Die Entwicklung liegt vielleicht auch daran, dass sich das Spiel als solches immer mehr in Richtung “Teamspiel” entwickelt, d.h., es wurde generell für ADCs schwerer, ihren Impact im Spiel voll auszuspielen.

Die wichtigsten Rollen sind meiner Meinung nach aber die Midlane und die Toplane. Diese beiden Spieler können den größten Impact haben und wenn diese Lanes nicht bis zur 15. Minute entschieden sind, dann kommt es auf die ADCs an, die dann den Unterschied machen müssen.”

Auf der Botlane spielst du gemeinsam mit Noxiak: Wie klappt Euer gemeinsames Spiel?

“Das kommt immer auf den jeweiligen Tag an. Wenn man zu zweit auf einer Lane spielt, dann ist es ganz normal, dass ein Spieler mal mehr on point ist als der andere. Ich denke aber, dass wir uns bereits sehr verbessert haben, auch wenn immer noch Potenzial nach oben besteht. Im nationalen Vergleich würde ich sogar behaupten, dass wir zu den besten Botlanes in Deutschland gehören. Wer mich kennt, der weiß aber, dass ich der Beste sein möchte und das werden wir nur erreichen, wenn wir weiter hart an uns arbeiten.”

Wie lief die Saison bis jetzt?

“Mit meiner persönlichen Leistung bin ich eigentlich sehr zufrieden. Bis auf ein Game mit Lucian habe ich mich meiner Meinung nach gut geschlagen. In einigen Matches haben wir noch nicht optimal als Team funktioniert, sodass wir diese dann auch verloren haben. Dann bringen auch Einzelleistungen wenig, denn League ist nach wie vor ein Teamspiel. Nichtsdestotrotz stehen wir auf Platz 2 in der ESLM und in der SINN League haben wir die Playoffs erreicht. Für mich persönlich ist die kommende Qualifikation für die EU Masters aber von noch größerer Bedeutung.”

Wie sehen die Ziele für die restliche Saison aus?

“Natürlich wollen wir alles gewinnen. Als nächstes geht es in der ESLM gegen mousesports und wir denken, dass sie mitunter eines der besten deutschen Teams sind. Das Spiel wird demnach sehr wichtig für uns sein.

Das besondere an der deutschen Szene ist allerdings, dass im Prinzip jeder gegen jeden gewinnen kann. Viele Matches hängen einfach von der Tagesform ab. Wenn ich das mit Frankreich vergleiche, dann sehe ich da große Unterschiede. Dort gibt es nämlich zwei Teams, LDLC und Misfits, die einfach gegen alle anderen gewinnen. Selbst wenn sie einen schlechten Tag erwischen, dann gewinnen sie trotzdem noch. In Deutschland ist mir aufgefallen, dass die Teams sich auf demselben Level befinden. Dadurch ist der Konkurrenzkampf auf größer. Im internationalen Vergleich würde ich die deutsche Szene auf Platz 2 oder 3 ansiedeln.”